Der legendäre Actioncam-Pionier GoPro wurde von Starman Holding übernommen und richtet seine Entwicklung künftig auf Robotik, Verteidigung und Raumfahrt aus. Für Outdoor- und Reise-Creator bricht damit eine neue Ära an.

Die wichtigsten Punkte
- GoPro schließt die Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft Starman Holding ab und verlagert den Schwerpunkt auf Regierungs- und Robotertechnik.
- Die patentierten Bildstabilisierungs- und Sensortechnologien fließen künftig in Drohnen und autonome Navigationssysteme.
- YouTube-Vlogger und Extremsportler blicken mit Sorge auf künftige Consumer-Modelle und Sponsoring-Programme.
Was geschehen ist
GoPro, das Unternehmen, das wie kein anderes für die Entstehung von POV-Videos und YouTube-Reisedokumentationen stand, hat einen radikalen Kurswechsel vollzogen. Durch die Übernahme durch Starman Holding werden die Kernbereiche Bildverarbeitung und Erschütterungsresistenz in lukrative Industrie- und Sicherheitssektoren übertragen. Sinkende Verkaufszahlen im Endkundengeschäft und der enorme Druck durch Smartphones sowie Konkurrenten wie DJI machten den Schritt notwendig. Der bestehende Kundenservice soll vorerst weiterlaufen, doch die Entwicklung klassischer Actioncams für Freizeitfilmer rückt künftig in den Hintergrund.
Die Einschätzung von Emperoro
Mit diesem Verkauf endet die Pionierzeit der YouTube-Hardware. GoPro hat das visuelle Design des Mitmach-Internets geprägt. Dass diese Kameras nun in Aufklärungsdrohnen statt an Surfbrettern zum Einsatz kommen, verdeutlicht die harte Realität im Consumer-Tech-Markt, in dem robuste Nischenprodukte ohne Großaufträge kaum noch überleben können.
Reaktionen & Einordnung
In der Creator-Community mischt sich Wehmut mit pragmatischer Skepsis: Viele Filmemacher fragen sich, wie lange Cloud-Abos und Software-Updates noch garantiert werden, während Marktexperten den Schritt als wirtschaftlich unausweichlich bewerten.


